Kreuzung aus Riesling, Silvaner und Müller-Thurgau; frühreifend. Milder, blumiger Wein mit dezenter Muskatnote.
zum Markennamen geworden, auf Grund der weltweiten Verbreitung bringt verschiedene Weinstiele hervor. Synonyme sind Pinot Chardonnay, Beaunois, Morillon, Weißer Clevner und Feinburgunder. Die besten, voll gelungenen Chardonnayweine zeichnen sich durch unvergessliche Komplexität, Tiefe und Nuancenreichtum aus.
Klassische Anbaugebiete sind in Frankreich - Burgund und Champagne, wo der Chardonnay die einzige weiße Rebsorte für die Produktion der edlen Schaumweine ist. Die Anbaufläche in Deutschland (Stand: 1. März 2004) umfasst ca. 0,8 % der Rebfläche, im rheinhessischen Hügelland, der pfälzischen Südlichen Weinstraße und dem badischen Kaiserstuhl.
auch Roter Traminer genannt, ist trotz der rötlich gefärbten Beeren eine Weißweinsorte. Der säurearme Gewürztraminer reift bei eher niedrigen Erträgen mittelspät, erreicht hohe Mostgewichte und zeichnet sich durch intensive Aromen aus. Rose, Lychee, Bitterorange und Marzipan sind sortencharakteristische Geschmacks- bzw. Geruchsnoten. Je nach Herkunft werden Weine aus dem Gewürztraminer von knochentrocken bis edelsüß produziert. Die besten Gewächse sind schwere, alkoholreiche, reichhaltige und üppige Weine mit langer Lebensdauer. Die Rebe stellt hohe Ansprüche an Lage und Boden, letzterer soll leicht erwärmbar, tiefgründig und nicht zu trocken sein.
Hauptanbaugebiet ist heute französische Elsas. In Deutschland ist der Gewürztraminer im Sortenspiegel weit hinten auf Platz 15 der weißen Weinsorten angesiedelt, wird überwiegend in Baden und Pfalz angebaut.
Die Rebe entstammt der weit verzweigten Pinot-Familie. Gedeiht besonders gut auf Lössterrassen wie am Kaiserstuhl, wächst aber auch auf Kalkboden und steinigen Untergründen. Je nach Ausbaumethode und Qualitätsstufe reicht die Farbpalette von blassgelb über goldgelb bis hin zu tief bernsteinfarben. Die Bandbreite der Aromen reicht von grünen Nüssen, Mandeln, frischer Butter bis hin zu fruchtigen Noten wie Birne, Trockenobst, Ananas, Zitrusfrüchte und bei besonders reifen Weinen auch zu Bananen und exotischen Früchten. Die besten Grauburgunder werden häufig in Barriques ausgebaut und verströmen eine geradezu verschwenderische Reichhaltigkeit.
In Deutschland wird am meisten in Baden, Pfalz und Rheinhessen angebaut.
Kreuzung aus Gutedel und Coutillier Musqué. Frühreifend. Sie kann sehr hochwertige Weine hervorbringen, in erster Linie Süßweine als Aperitif- oder Dessertweine, ist nahezu ausschließlich in Deutschland beheimatet.
Kreuzung aus Trollinger und Riesling. Frischer, rieslingähnicher Wein, mit hohem Zuckergehalt, guter Säure, manchmal einem leichten Muskatton. Kerner hat in allen deutschen Weinbaugebieten Bedeutung erlangt, besonders feinfruchtig wird er in Württemberg um Heilbronn.
Sie ist eine Kreuzung von Silvaner und Weißburgunder. Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1928 durch Peter Morio
(1887-1960) am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen. Die Sorte ist für die Anbaugebiete Baden,
Nahe, Franken, Rheinhessen und Pfalz klassifiziert.
Die Rebsorte liefert einen Wein mit kräftigem Geschmack und ausgeprägtem Muskat-Bouquet, sie ist aber nicht mit der
Rebsorte Muskateller verwandt.
Kreuzung aus Riesling und Silvaner, die erfolgreichste und älteste der vielen deutschen Neuzüchtungen, mit zartem Muskat-Aroma; zuverlässige, frühe Reife und reichlicher Ertrag.
Die besten Standorte: Höhenlagen an der Tauber, am Steigerwald, am Bodensee und im Trentino.
"König der Weißweine". Traditionelle und bedeutendste Rebsorte im deutschen Weinbau, später Reifezeitpunkt. Eleganter, rassiger Wein mit unnachahmlichen Zusammenspiel von Süße und Säure, gepaart - je nach Herkunft - mit vornehm filigraner Struktur oder kraftvoller Würze (in der Pfalz, in Rheinhessen, in Franken und Württemberg).
Die besten Standorte: die steilen Schiefer-Hänge an Mosel und Rhein.
Traditionell wird Riesling in großen, alten Holzfässern ausgebaut, nicht in Barriques oder neuem Eichenholz.
Spitzenweine aus guten Jahrgängen sind unter idealen Bedingungen nahezu unbegrenzt haltbar.
auch Grüner Silvaner, gehört zu den ältesten heute noch kultivierten Reben. Silvaner eignet sich ebenso wie
Riesling als Wein zum Spargel, wobei der Silvaner den Vorzug von geringerer Säure besitzt.
Heute wird sie hauptsächlich in Franken angebaut und ist hier sogar die Leitsorte. In Rheinhessen hat das
Weinmarketing eine qualitativ hoch angesiedeltes Gütesiegel für den Wein dieser Rebsorte geschaffen, den RS oder
Rheinhessen Silvaner. Auch in anderen europäischen Ländern wird Silvaner angebaut, so zum Beispiel in Österreich, in
der Schweiz oder im Elsass.
Der Charakter des Silvaners wird sehr vom Standort und der Bodenbeschaffenheit geprägt. Auf Lehmböden werden sie oft neutral, dagegen entstehen auf Verwitterungsböden, wie z.B. in Franken oder um den Kaiserstuhl, feine, elegante Weine. Bei hoher Reife ist ein Honig-Ton typisch.
auch Pinot Blanc, Pinot Bianco oder Klevner genannt. Früh reifende Sorte. Er ist die hellste aller
Burgundersorten und wahrscheinlich ursprünglich durch eine Mutation aus dem Grauburgunder entstanden ist, der
wiederum aus dem Spätburgunder (Pinot Noir) hervorgegangen ist.
In südlicheren Anbaugebieten fehlt der Sorte oft die Säure, dort wird sie daher oft vom Chardonnay verdrängt. In
Deutschland (3,1 % des deutschen Rebanbaus) wächst die Sorte vor allem in Baden, der Pfalz, Rheinhessen und entlang
der sächsischen Weinstraße.
Im Glas präsentieren sich die Weißburgunder von blass- über hellgelb bis hin zu dunkelgoldener Färbung bei
höherer Reife, im Duft zeigen sie sich meist zart und verhalten. Die wuchtigsten Weißburgunder-Weine stammen in
aller Regel vom Kaiserstuhl und zählen bei einem höheren Säuregehalt zu den charaktervollsten, reichhaltigsten und
üppigsten Weißweinen Deutschlands.
Das WEINbuch. Sonderausgabe für Planet Medien AG, Zug
WEINenzyklopädie unter Redaktion Holger Vornholt, Joachim Grau.
Weinlexikon A-Z, Hans Ambrosi.
24. Oktober 2006©
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